Frank Herzbergs Improvisationskurs:

Seit 1997 unterrichtet Frank Herzberg seinen erfolgreichen Improvisationskurs in São Paulo/Brasilien. Seine einzigartige Methode basiert auf zwei grundlegenden Erkenntnissen:


Geschichte und Wiederholung.


Geschichte...

Nach seinem Studium am Berklee College in Boston, privatem Improvisationsunterricht mit Hal Crook, Bruce Gertz, Eddie Tomassi und dem legendären Charlie Banacos, stellte sich Frank die Frage vieler Musiker, die Improvisation studieren:

Welche Ideen übe ich zuerst...?


Mit einem Schrank voll Methodiken, Heften voller Ideen und Licks ist es schwer den berühmten roten Faden zu finden.

Bis er eines Tages auf eine Grafik in seinem Übungsraum schaute, die einen Jazz-Stammbaum darstellt:

Blues, Swing, Bebop, Cool, Hardbop, Fusion wächst da zum Himmel und gab Frank den Anstoss dafür seine Studien und später seinen Unterricht erfolgreich zu organisieren. Seine Überlegung war: Was haben King Oliver, Louis Armstrong, Sidney Bechet improvisiert? Was hat sich in der Swing-Ära geändert? Wie hat Charlie Parker das Bild verändert? Miles und Coltrane?


Aus diesen Überlegungen kristallisierten sich fünf grundlegende Ideen heraus: Blues-Diatonische Leitern-Chromatic Approach-Modal-Oktaventeilung (Giant Steps, Inside-Outside) Improvisation hat sich vom Einfachem zum Komplexen entwickelt. Warum also nicht der Geschichte folgen und die Konzepte studieren die den Charakter der Improvisation veränderten? Soweit Geschichte...


Wiederholung...

Aber: Ohne Fleiss - kein Preis....

Wer schon einmal etwas über die japanische Kumon Methode gehört hat, wird wissen, dass sie dazu dient Lesen und Rechnen effizient zu lehren und Wiederholung betont. Bei einem Gespräch mit einer Lehrerin dieser Methode, lernte Frank, dass an durchschnittlichen Schulen Addieren und Subtrahieren etwa 400 mal geübt wird. In der Kumon Methode im Vergleich sind es etwa 15000 Übungen die der Schüler absolviert. Er lernt die Rechenvorgänge in einer Art und Weise, dass er auf die Nummern schaut und anstatt zu kalkulieren die Antwort sozusagen aus dem Ärmel schüttelt.


Beim Improvisieren sollte etwas Ähnliches geschehen:

Eine exellente Technik sollte dem Musiker ermöglichen sich auf seine Kreativität zu konzentrieren, nicht mehr an Noten zu denken und sich der Inspiration zu überlassen.

In Frank Herzbergs Kurs werden deshalb, neben speziellen Gehörbildungs- und Timefeel Übungen, nur fünf grundlegende Konzepte studiert, aber dafür in allen Tonarten, Phrasierungen und Tempi. Er gibt seinen Schülern einen individuellen Übungsplan, der technische Übungen mit kreativem Spielen verbindet und den Musiker in die Lage versetzt sich nach und nach eigene Konzepte des Improvisierens zu erarbeiten.

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